Grünfutter und Giftpflanzen

Eine abwechslungsreiche Fütterung ist wichtig. Die Schweinchen wollen nicht immer das Gleiche (Heu ist die Ausnahme). Abwechslung garantiert eine ausgewogene Vitamin-versorgung, aber Saftfuttergaben von 10% des Körpergewichtes pro ausgewachsenes Tier sind völlig ausreichend. Zuviel schadet dem Darm.

Gemüse

Völlig unbedenklich
Karotten, Salatgurke, Eichblattsalat, Eisbergsalat, Endiviensalat, Feldsalat, Römersalat, Zucchini, Tomaten ohne Grün (das Grüne enthält giftiges Solanin), Fenchel, Paprika, Grünkohl, Sellerie (Knolle und Staude), Spargel, Futterrüben

Nur wenig bitte:
Karottengrün und Petersilienwurzeln (hoher Calciumgehalt), Kopfsalat (nitrathaltig), Kohlrabi (blähend), Blumenkohl und -blätter (blähend), Broccoli (blähend), viel Oxalsäure ist in Mangold, rote Bete, Chicorée, Spinat

Obst

Nicht übertreiben.
Obst enthält Zucker und teilweise Säuren. Beides schadet den Zähnen und der Darmflora! Birnen (alle Sorten), Äpfel (alle Sorten) Brombeeren, Clementinen, alle Beeren, Weintrauben, Ananas, Aprikosen, Banane, Melonen (alle Sorten), Feige, Grapefruit, Kiwi, Kürbis, Orange, Papaya, Zitronen

Futterpflanzen

Unbedenklich fütterbar
Löwenzahn, Wiesengras, Spitz- und Breitwegerich, Wicke, Gänsefuß, Huflattich, Schafgabe, Kamille, Brennnesseln, Salbei, Beifuss, Wiesenscharfgabe, Melde, Mais (ganze Pflanze), Sonnenblume (ganze Pflanze), Vogelmiere, Gänseblümchen, Giersch, Gänsefingerkraut, Topinambur (Knolle und Blätter),

Kräuter

Nicht übertreiben
Kräuter enthalten sehr viele Mineralien und diese können sich als Blasensteine ablagern
frisch und getrocknet sind es aber Leckerbissen.
Petersilie, Dill, Liebstöckel, Bohnenkraut, Kerbel, Majoran, Salbei, Pfefferminze, Brennnessel, Zitronenmelisse

Leckere Extras

Grüner Hafer, Sonnenblumenkerne (viel Folsäure aber auch Fett), Haferflocken, Erbsenflocken, Ackerbohnen, Rosinen (natürlich unbehandelt), getrocknetes Obst und Gemüse, frische Baumzweige (zum Knabbern und zur Beschäftigung. Geeignet sind z.B. Haselnuss, Apfel, Birne, Pappel, Ahorn, Buche, Weide, Birke.

Welche Vitamine sind Wo enthalten?

Vitamin A: Karotten, Feldsalat, Spinat, Kresse, Endivie, Löwenzahn, Mangold, Sauerampfer, Petersilie, Melone, Fenchel, Brokkoli, Kraftfutter
Vitamin B: Banane, Sonnenblumenkerne, Petersilie, Kresse, Tomaten, Sauerampfer, Brokkoli, Melone, Endivie, Fenchel
Vitamin C: Hagebutten, Orangen, Erdbeeren, Kiwi, Tomaten, Brokkoli, Kresse, Feldsalat, Fenchel, Kohlrabi, Paprika, Honigmelone, Löwenzahn, Mangold, Sauerampfer, Spinat, Peter-silie, Löwenzahn, Möhren, Petersilie, Paprika, Sauerampfer, Spinat, Rote Beete, Gartenkresse, Fenchel
Vitamin E: Gemüse, grünes Blattgemüse

Ungeeignete Futtersorten

Avocado (giftig für Tiere), Hülsenfrüchte: Erbsen, Linsen, Bohnen (wirken blähend),
Steinobst: Kirschen, Zwetschgen, Aprikosen (die Steine enthalten Blausäure).
Rhabarber (enthält sehr viel Oxalsäure), Rettich, Radieschen (wirken blähend), Sauerklee (enthalten sehr viel Oxalsäure), Weißkraut, Rotkraut, Wirsing, Rosenkohl (wirken blähend),
Zwiebelgewächse: Schnittlauch, Lauch, Zwiebeln, Knoblauch (wirken blähend und enthalten unverträgliche Substanzen), altes Brot (Fett und Vitamine), Zuckerware

Als giftig gelten folgende Pflanzen

Berglorbeer, Ginster, Blauregen, Buchsbaum, Efeu, Eibe, Essigbaum, Goldregen, Hartriegel, Heckenkirsche, Ilex, Lonicera, Kirschlorbeer, Lebensbaum, Liguster, Oleander, Sadebaum, Schneebeere, Seidelbast, Sommerflieder, Wacholder, Holunder, Goldregen, Bocksdorn, Eibe, Robinie, Stechapfel, Tollkirsche, Wunderstrauch, Zypressenwolfsmilch, Mistel, Agave, Aloe, Alpenveilchen, Amaryllis, Aronstab, Azalee, Christrose, Eisenhut, Farne, Anthurie, Geranien, Lilien, Kalla, Lupinen, Herbstzeitlose, Fensterblatt, Efeutute, Einblatt, Christusdorn, Bär-lauch, Bilsenkraut, Bingelkraut, Bittersüßer Nachtschatten, Buschwindröschen, Eisenhut, Fingerhut, Gundermann, Hundspetersilie, Maiglöckchen, Narzissen, Rebendolde, Sauerklee, Schneeglöckchen, alle Wolfsmilchgewächse, Hahnenfuss, Efeu, Fingerhut, Kartof-felkraut, Schierling, Osterglocke, Hyazinthe, Rohe Bohnen, Lupine, Schöllkraut

Oxalsäure

Die "Kleesäure" ist ein Bestandteil in bestimmten Nahrungsmitteln und hat bei zu hoher Zufuhr eine gesundheitsschädigende Wirkung. Oxalsäure bindet Kalzium an sich, wodurch die Kalziumaufnahme im Darm vermindert und der Oxalsäuregehalt in Nieren- und Urin erhöht wird. Oxalatsalze oder Kalziumoxalatkristalle können unter bestimmten Umständen zur Steinbildung in Niere/Blase führen. Zu besonders oxalsäurehaltigen Nahrungsmitteln gehören z.B.: Sauerampfer, Spinat, Mangold, rote Bete, Chicorée aber auch der zur Fütterung sowieso völlig ungeeignete Rhabarber und Sauerklee

Multivitamine

Multivitamin-Präparate sind nicht ganz ungefährlich und überflüssig bei gesunden Tieren, da es besonders bei den fettlöslichen Vitaminen wie A + D zu Überdosierungen (Vitaminvergiftung) kommen kann. Wenn man bedenkt, dass dem Kraftfutter/ Trockenfutter i.d.R. ausreichend Vit. A + D zugesetzt wird, ist ein Zuviel schnell erreicht.

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